1958 – 1973

JOSEF FRICK ÜBERNIMMT DIE ORTSGRUPPE

Von Anfang an war ein Mann treu dabei gewesen: Josef Frick, der aus Ehingen an der Donau stammte und sein Leben lang ein begeisterter Wanderer blieb. Er übernahm nun das Amt des Vertrauensmannes und führte die Ortsgruppe bis 1973 mit großem Engagement. Der Ausbau der Wanderwege wurde von der Stadt zwar unterstützt, aber die Arbeit machte der aus Homberg (Höchsten) stammende Anton Reichle mit unermüdlichem Eifer. Systematisch wurden die Wanderwege am Gehrenberg ausgebaut, unterhalten, mit Hinweisschildern des SAV versehen und neue Bänke aufgestellt, welche die Stadt beschafft hatte. Doch die Arbeit blieb stets dem Idealisten Reichle überlassen. 1957 führte man ein Preisausschreiben „Wer kennt Markdorf?“ durch, im folgenden Jahr einen Fotowettbewerb. Die Verschönerung der Stadt hatte inzwischen, nicht zuletzt dank Stadtgärtner Eduard Faden, zu ersten Preisen im Landkreis geführt. Die einheimischen Gärtner aber fühlten sich verletzt und es gab Ärger. Als im Jahre 1960 der verdienstvolle Wegwart Anton Reichle starb, fehlte die Pflege der Wege und Anlagen, welche zunehmend verfielen. Willi Beck und Alois Briemle übernahmen jedoch nach einiger Zeit die Weiterführung der Arbeiten und auch Schulklassen setzten sich vorbildlich ein. Langsam begann, das Interesse am Wandern wieder zu steigen.
Hoher FreschenJosef Frick freute sich darüber, zusammen mit Ferdinand Beck und dem Ehepaar Dr. Beiter, Zahnärzte in Markdorf, welche langjährige, treue Wanderer jener Zeit waren. In jenen Jahren hatte die Mobilisierung der Menschen mit Motorrad und Auto begonnen, doch auch das Wandern gewann vermehrtes Interesse und brachte steigende Teilnehmerzahlen. Unter Josef Frick blieb das Wandern nicht auf die nähere Umgebung beschränkt. Man nahm an Fernwanderungen teil und besuchte zunehmend die Alpen.

Nachwuchssorgen hatte man um 1960 noch nicht.
Wanderung nach ImmenstaadMaiwanderung 1960Hier zeigen zwei Bilder, wie sehr die ganz jungen Wanderfreunde schon damals (1959, 1960 und 1961) bei den Wanderungen dabei waren. Es waren Ausflüge in die nähere Umgebung, so nach Immenstaad sowie eine Maiwanderung. Auch die Jahreshauptversammlungen des SAV in Stuttgart, Reutlingen und Aalen haben Wanderer aus Markdorf auf Schusters Rappen in mehrtägigen Touren besucht.